Gemeinschaft und herrliche Erlebnisse im Schapbachhof

23.Februar bis 1. März 2016

Brauche ich Wanderstiefel für das Schullandheim? Was ist, wenn ich Heimweh bekomme? Wie schmeckt das Essen im Schapbachhof? Wann müssen wir ins Bett? Muss ich denn mit oder kann ich nicht auch zu Hause bleiben? Ich hab Bauchweh, wenn ich daran denke, dass ich eine Woche ohne Familie bin! Wie sind denn die Lehrer so im Schullandheim? Streng? Oder lustig? Fahren wir Ski oder hat es dort in diesem Jahr keinen Schnee? ….

Diese Fragen und noch viele mehr wurden uns begleitenden Lehrerinnen und Lehrern von den Schülern der Klassen 6a und 6s vor dem Schullandheim gestellt. Die Aufregung stieg jeden Tag mehr. Aber dann ging es los: Am 23. Februar begann endlich die Fahrt ins große Wagnis zum Schapbachhof bei Berchtesgaden. Und dabei wurde schnell allen klar: Unsere Fahrt gelingt nur, wenn wir eine Gemeinschaft werden.

Dies zeigte sich schon beim Ausladen der Koffer vor dem Gemeinschaftsquartier: Es geht viel schneller, wenn jeder zunächst einmal irgendein Gepäckstück nimmt und nicht auf das eigene wartet.

Die nächste gemeinschaftliche Hilfe konnten die Schülerinnen auch beim Bettbeziehen brauchen, wo es sich wieder bewahrheitete, dass es gemeinsam besser geht…

Die Frage nach dem Essen wurde am Abend sofort geklärt: Es gab Nudeln mit Tomatenhackfleischsoße, was jedem von uns schmeckte und auch die folgenden Mahlzeiten machten unsere hungrigen Mägen zufrieden satt.

Gut ausgerüstet durch die am Vorabend stattgefundene Ski- und Helm-Ausleihe konnten wir am nächsten Tag zum Skifahren starten und da klärte sich schon die Frage nach der Skilage. Hervorragende Bedingungen empfingen uns in Österreich im Skigebiet Lofer. Mit der Gondel fuhren wir hoch auf 1350m. Dort gab es sowohl für die Anfänger als auch für die Fortgeschrittenen und die Profis super Pisten. In kleinen Skigruppen ging es los und vor allem die Anfänger machten schon am ersten Tag enorme Fortschritte. Drei Tage in Folge wurde fleißig geübt, so dass am dritten Skitag schon lange Abfahrten gemacht werden konnten. Dies war auch den Schülern geschuldet, die am dritten Tag die „echten“ Skilehrer bei ihrer Arbeit unterstützten: Einzelne Profifahrer wurden den Anfängergruppen zugeordnet und sie halfen, wo es nur ging. Hier zeigte sich deutlich, dass Schüler von anderen Schülern leichter und schneller lernen und dass es obendrein für alle noch großen Spaß macht.

An den Abenden waren alle gut beschäftigt mit Tagebuchschreiben, der Watzmannsage, einer Umgebungskarte, Gesellschaftsspielen, Mützen häkeln, T-Shirts bemalen, Tischtennis- , Tischkicker- und Schachturnieren. Besondere Highlights waren ein Filmabend mit frischem Popcorn und die Schneedisco, zwar ohne Schnee, dafür aber mit mehr Disco! Bei dieser Aufzählung darf natürlich auch nicht der Abschlussabend fehlen, der unter dem Motto „Schlag den Lehrer“ stand. Spätestens hier zeigte sich, dass auch Lehrer lustig sein können und dass es allen große Freude machte gegeneinander anzutreten.

An zwei Tagen machten wir Ausflüge: Großes Glück hatte unsere Gruppe, dass wir zum Zeitpunkt des Skeleton- und Bob-Weltcups im Schullandheim waren. Wir konnten zu Fuß nach Schönau-Königssee zur Eisbahn gehen und dort Weltcupfahrern bei ihrer rasanten Fahrt im Eiskanal zuschauen und zujubeln.

Den zweiten Ausflugstag verbrachten wir im Haus der Berge in Berchtesgaden mit seiner interaktiven Ausstellung rund um Berge, Tiere und Umwelt. Am Nachmittag besuchten wir das Salzbergwerk, wo auch wir rasante Fahrten hatten: Zunächst ging es mit dem Bergwerkszug tief ins Innere des Berges. Dort rutschten wir noch tiefer auf über 130m langen Holzrutschen und nebenbei lernten wir viel über den Salzabbau in diesem Stollen.

Am letzten Tag gab es noch einmal einen ausgiebigen Skitag in Österreich, bei dem alle ihre neuerworbenen Skifahrkenntnisse unter Beweis stellen konnten.

Spätestens jetzt waren alle Fragen beantwortet:

Ja, Wanderstiefel können von Vorteil sein. Bei Heimweh findet sich immer jemand, der gut trösten kann. Das Essen war gut und ausreichend. Die Bettgehzeiten können auch manchmal variieren. Die Lehrer und Lehrerinnen und die beiden Studenten können ausgesprochen lustig sein. Skifahren war super möglich.

Und zu guter Letzt: Ja, du musst mit, denn du verpasst das Highlight schlechthin und du wirst dich deine ganze Schulzeit über an das Skischullandheim im Schapbachhof erinnern. Denn es ist „oberaffeng**l“.

Wer das nicht glaubt, kann sich bei den Klassen 6a und 6s erkundigen oder aber bei den begleitenden Lehrern Herr Gessinger, Frau Pasdzior, Frau A. Schmid, Frau Schwedl, Frau C. Müller, Herr Wehler und den begleitenden Studenten Michi Gais und Tanja Herrmann. Uns Lehrern aber auch den Schülern war klar geworden, dass wir zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen waren und dass es unglaublich Spaß macht im Schapbachhof.

Nach einer erlebnisreichen Woche schlossen die Eltern ihre müden aber glücklichen Kinder wieder in die Arme.

Anne-Marie Schmid

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