Projekt „Jugend forscht 2016“ – Drei zweite Plätze für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums bei St. Michael

Seit drei Jahren gibt es am Gymnasium bei St. Michael eine Arbeitsgemeinschaft aus freiwilligen „Forschern“ der Unter- und Mittelstufe, die sich jeden Freitagnachmittag trifft, um mit vielen Ideen naturwissenschaftliche oder gesellschaftswissenschaftliche Projekte auszuarbeiten.

Dieses Jahr machten sieben Gruppen zu je zwei Schülern vom Gymnasium bei St. Michael mit und davon erreichten prompt gleich drei einen zweiten Platz unter insgesamt 15o Teilnehmern mit insgesamt 80 Projekten. Die drei Projekte, die diese Auszeichnung erhielten, beschäftigten sich mit ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen: Zu dem Fachbereich „Arbeitswelt“ erforschte Matti Siegel (14 Jahre), ob es zutrifft, dass die Raumbeleuchtung, also die Lichtverhältnisse, das eigene Arbeitsverhalten beeinflussen. Nikos Wüllems und Nico Enderer (12 Jahre) untersuchten zum Fachgebiet Chemie in einem Vergleich von drei Stoffen (Benzin, Diesel und Gas), welches der drei am umweltfreundlichsten ist. Besonders interessant zu erfahren war aus dem Projekt „Zecken – fangen und anlocken“ (Biologie) von Emely Schwarz und Charlotte Kern (6. Klasse), dass Zecken (Katzen sind zum Beispiel in diesen Tagen bereits wieder von diesen befallen) nicht etwa, wie man vielleicht vermuten würde, vom Blut oder vom Schweiß des Tieres oder des Menschen angezogen werden. Nein, in verschiedenen Versuchen, die wissenschaftlichen Ansprüchen durchaus entsprechen, wurde von den beiden Schülerinnen nachgewiesen, dass Zecken darauf reagieren, wo Kohlenstoffdioxid (CO 2), zum Beispiel beim Ausatmen, ausgestoßen wird. Eine Zecke wird also zum Beispiel von blubberndem Mineralwasser angelockt. Ist kein CO 2 im Mineralwasser, dreht sie ab und wandert zur anderen Petrischale, in der das Wasser CO2 enthält. Ist heißes Wasser in der Schale, reagiert sie noch schneller auf das CO 2-haltige Wasser.

Solche und andere Versuche führten die Teams in ihrer Arbeitsgemeinschaft weitgehend selbstständig durch. Das wuselige Forschen wurde von zwei begleitenden Lehrern (Achim Knaak und Joachim Kern) unterstützt. Vor dem Wettbewerb selbst wurden viele Überstunden geleistet und, wie sich zeigt, wurde die tüftlerische Arbeit belohnt. Am 27. Februar wurde nach dreitägigem Wettbewerb von den Juroren aus den verschiedenen Fachbereichen entschieden, wer Sieger ist. Auch wenn es keinen ersten Platz gab, können die jungen Forscher ausgesprochen stolz auf sich und ihre Arbeit sein. Unterstütz wird dieses jährlich sattfindenden Projekt von der Firma „ebmpapst“ aus Mulfingen und Wettbewerbsleiterin von „Jugend forscht“ für die Region Heilbronn-Franken ist Silvia Böhler, Lehrerin am Gymnasium bei St. Michael.

Unter: www.facebook.com/JuFORegional   und www.youtube.com/watch?v=KIFuEG-i8JE
kann man sich einen schönen Eindruck vom Wettbewerb verschaffen.

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