Klassenarbeiten

Klassenarbeiten, schriftliche Wiederholungsarbeiten und Hausaufgaben

Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz vom 6. 9. 1993

Schulkonferenz vom 19. 10 1993

Teilweise geändert nach neuer Rechtsvorschrift gültig ab 1.8.04

 I. Klassenarbeiten und schriftliche Wiederholungsarbeiten

1.Klassenarbeiten sind in der Regel anzukündigen. Schriftliche Wiederholungsarbeiten müssen nicht angekündigt werden.

2. Klassenarbeiten werden in der Regel nach Abschluss einer Unterrichtseinheit, d.h. nach den Phasen der Erarbeitung, Vertiefung, Übung und Anwendung angesetzt. Schriftliche Wiederholungsarbeiten beziehen sich auf die unmittelbar vorangegangenen Unterrichtsstunden. Sie können auch als Nachweis dafür dienen, wie Hausaufgaben bewältigt wurden. Für die Anfertigung einer schriftlichen Wiederholungsarbeit dürfen in der Regel nicht mehr als 20 Minuten vorgesehen werden. Für Wörterarbeiten in den Fremdsprachen gelten von den Fachschaften empfohlene Regelungen.

3. In den Kernfächern werden pro Schuljahr vier Klassenarbeiten angesetzt. Der Fachlehrer entscheidet nach fachlichen und pädagogischen Gesichtspunkten darüber, wie viele schriftliche Wiederholungsarbeiten er darüber hinaus ansetzt. Eine Abstimmung innerhalb der Fachschaft über die Zahl der schriftlichen Wiederholungsarbeiten in Parallelklassen wird empfohlen.Darüber hinaus wird ab Klasse 7 – 10 jeder Schüler auf eine gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen pro Schuljahr in einem Fach seiner Wahl verpflichtet.

Im Fach Deutsch werden in den Klassen 5 bis 7 von den vier Klassenarbeiten eine Arbeit als Nachschrift ( Diktat) gegeben. In den Klassen 6, 8 und 10  werden unbeschadet der Absätze 1 und 2 jeweils Klassenarbeiten angefertigt, bei denen der Termin, die Aufgaben und die Bewertungsmaßstäbe vom Kultusministerium landeseinheitlich vorgegeben sind ( Vergleichsarbeiten) und zwar in zwei Kernfächern und einem Fach, das nicht Kernfach ist. Für die Entscheidung über die beteiligten Fächer kann das Kultusministerium der Gesamtlehrerkonferenz der Schule eine Auswahlmöglichkeit einräumen.

4. In den maßgeblichen Fächern (sog. Nebenfächern) dürfen pro Schuljahr bis zu vier schriftliche Arbeiten geschrieben werden. Darunter dürfen höchstens drei Klassenarbeiten sein.

5. An einem Tag soll nicht mehr als eine, pro Woche sollen nicht mehr als drei schriftliche Arbeiten geschrieben werden. Wörterarbeiten sind von dieser Regelung ausgenommen. ( sonstige Ausnahmegenehmigung durch den Schulleiter). Die Arbeiten sind gleichmäßig auf das gesamte Schuljahr zu verteilen. Es ist insbesondere darauf zu achten, dass in einzelnen Klassen nicht die Höchstzahl der möglichen Klassenarbeiten über mehrere Wochen hinweg angesetzt wird.

6. Schriftliche Arbeiten können an jedem Wochentag geschrieben werden.

7. Versäumt ein Schüler entschuldigt die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, entscheidet der Fachlehrer, ob der Schüler eine entsprechende Arbeit nachträglich anzufertigen hat.

8. Weigert sich ein Schüler, eine schriftliche Arbeit anzufertigen, oder versäumt er unentschuldigt die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, wird die Note „ungenügend“ erteilt.

9. Begeht ein Schüler bei einer schriftlichen Arbeit eine Täuschungshandlung oder einen Täuschungsversuch, entscheidet der Fachlehrer, ob die Arbeit wie üblich zur Leistungsbewertung herangezogen werden kann. Ist dies nicht möglich, nimmt der Fachlehrer einen Notenabzug vor oder ordnet an, dass der Schüler eine entsprechende Arbeit nochmals anzufertigen hat. In Fällen, in denen eine schwere oder wiederholte Täuschung vorliegt, kann die Arbeit mit der Note „ungenügend“ bewertet werden.

l 0. Die Absätze 7 bis 9 gelten entsprechend für mündliche und praktische Leistungen.

 II. Hausaufgaben

1.Keine Hausaufgaben über Ferien und zusammenhängende Ferientage in den Klassen 5-10.

2. Keine Hausaufgaben für Klasse 5 – 10 von Freitag auf Montag bei Unterricht am Freitagnachmittag.

3. In Kl. 5-12 können über Feiertage Hausaufgaben gegeben werden, wenn vor dem Feiertag kein Nachmittagsunterricht stattfindet.

4. Die Klassen 5-10 erhalten keine Hausaufgaben auf den folgenden Unterrichtstag bei Nachmittagsunterricht.

5. Die Hausaufgaben müssen im inneren Zusammenhang mit dem Unterricht stehen und sind so zu stellen, dass sie der Schüler ohne fremde Hilfe in angemessener Zeit erledigen kann.

Empfehlung: der Gesamtumfang der Hausaufgaben soll die folgenden durchschnittlichen täglichen Arbeitszeiten nicht überschreiten.

K1. 5 und 6: bis zu 1 1/4 Stunden

Kl. 7 und 8: bis zu 1 1/2 Stunden

K1. 9 und 10: bis zu 2 Stunden.

In den Jahrgangsstufen 11 und 12 ist gleichfalls darauf zu achten, dass die Schüler durch Hausaufgaben nicht unverhältnismäßig stark belastet werden.