Berufsorientierung

Gymnasium bei St. Michael erhält das BorIS-Zertifikat der Industrie – und Handelskammer

Das BoriS – Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg zeichnet Schulen aus, die ihre Schüler in besonderer Weise bei der Wahl eines Berufs oder Studiums unterstützen. Im Rahmen einer Feierstunde im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer erhielten sieben Schulen aus der Region das BoriS – Berufswahl-Siegel für das Schuljahr 2017/18.

Genau unter die Lupe genommen
Zum neunten Mal konnten alle weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg die Qualität ihrer Arbeit durch das Berufswahl-Siegel zertifizieren lassen. Eine Jury aus Vertretern der Unternehmen, Schulen und Bildungsberatern hatte die Angebote zur Berufsorientierung unter die Lupe genommen und anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs bewertet. Diese Prüfung bestehen nicht alle Bewerber, betont Alexander Urban, der die Geschäftsstelle des Boris-Siegel Baden-Württemberg an der IHK Hochrhein-Bodensee leitet. Für das Schuljahr 2017/18 hatten sich 154 Schulen im Land beworben. 142 wurden zur Prüfung zugelassen, 117 waren erfolgreich. Dabei scheint das Siegel in Baden-Württemberg besonders beliebt zu sein. „Von den rund 1500 Schulen, die bundesweit das Siegel bereits bekommen haben, kommen 500 aus Baden-Württemberg“, betont Urban stolz.
Nur sieben regionale Schulen erfolgreich
In der Region Heilbronn-Franken gehören in diesem Jahr sieben Schulen zu den Preisträgern. Kerstin Lüchtenborg, Leiterin Berufsbildung bei der Handwerkskammer, freute sich besonders, dass darunter auch wieder zwei Gymnasien zum ersten Mal dabei waren. „Es ist sehr erfreulich, dass diese sich inzwischen auch für die Berufsausbildung als Alternative zum Studium interessieren.“ Schließlich sei die Stärkung der beruflichen Bildung selbst in Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankert. „Inhaltlich sind wir schon sehr lange an dem Thema Berufsorientierung dran“, betont dabei Studiendirektorin Elisabeth Matthes vom Gymnasium bei St. Michael in Schwäbisch Hall. Mit der Einführung des neuen Schulfaches Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung (WBS) bekommt die Berufsorientierung nun aber einen höheren Stellenwert im Lehrplan. Für Matthes eine gute Gelegenheit für einen Fremdcheck, der Hinweise darauf gibt, was bisher schon gut gemacht wurde und wo noch Luft nach oben wäre.
Über das Siegel
Das Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: Die berufliche bzw. Studienorientierung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die Zusammenarbeit von Schulen mit externen Partnern auszubauen sowie Transparenz hinsichtlich der Angebote und Aktivitäten zu schaffen. Gleichzeitig sollen die erprobten Instrumente anderen interessierten Schulen zugänglich gemacht und Netzwerke weiter aufgebaut werden, um landesweit die Zusammenarbeit beim Übergang Schule – Beruf zu stärken. Projektträger sind der Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg, der Handwerkstag Baden-Württemberg und die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände.