Austausch

Austauschprogramm der neunten Klassen am Gymnasium bei St. Michael

Schon seit einigen Jahren legt das Gymnasium bei St. Michael seine Austauschschwerpunkte auf die Länder Osteuropas und hat Partnerschulen in Polen, Ungarn, Rumänien und Serbien, ganz im Sinne einer zukünftigen Ostintegration. Der Schritt in diese Region ist auch vor dem Hintergrund deutscher Geschichte auf dem Balkan oder in Polen etwas Besonderes. 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bestehen immer noch genug Berührungsängste und Vorurteile in den Köpfen der Erwachsenen. Vergleichbar mit der Pionierarbeit der deutsch-französischen Aussöhnung ist es auch heute besonders wichtig und sinnvoll Jugendliche über Schüleraustausche zusammenzuführen, am neuen friedlichen Europa weiterzubauen.

Sehr viele Schülerinnen und Schüler, die bereits einen solchen Austausch erlebt haben, betonen besonders die Herzlichkeit, mit der sie in ihren Gastfamilien aufgenommen worden sind, auch wenn natürlich manchmal ein anderer materieller Status vorherrschte. Eine nicht zu unterschätzende Erfahrung für die Heranwachsenden ist es, sich mit dem Austauschpartner und seiner Familie für eine Woche zu arrangieren, sich z. B. auf anderes Essen und oft traditionellere Sitten einzulassen. Ganz oft haben sich die jeweiligen Klassen dabei von ihrer besten Seite präsentiert, in der Regel gehen die Schülerinnen und Schüler nämlich sehr verantwortungsvoll mit dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen um. Die tränenreiche Abschiede aller Beteiligten sind echte Belege für die schnell gewachsenen Freundschaften.

Es ist das Profil des Gymnasiums bei St. Michael, dass alle Schüler der 9. Klassen in ihrem Klassenverband an einem solchen Austauch teilnehmen, ähnlich wie sie vorher ins Schullandheim Schapbachhof oder zu den Erlebnistagen gefahren sind.

Die Lehrerteams, die ein solches Austauschprojekt begleiten (ein Drittel Projektarbeit, ein Drittel Leben in der Familie, ein Drittel Touristik und Kultur) teilen sich in den Deputatsbesprechungen vor den Sommerferien ihren zukünftigen Klasse zu. Als Fachlehrer der Austauschklasse lässt sich diese Projektarbeit und das Austauschprogramm viel besser organisieren und durchführen. Die Initiative kommt also von Lehrerseite, die Wahl der Zielländer kann von Schülerseite nicht diskutiert werden oder gegeneinander ausgespielt werden.

Bitte unterstützen Sie unsere Austauschprogramm. Weitere, neue Kolleginnen und Kollegen sind sehr willkommen miteinzusteigen. Schülerinnen und Schüler, auch die Eltern, dürfen gernn ihre positiven Erfahrungen weitersagen.

Stefan Hölzel