Medien Konzept

I. Die Schülerinnen und Schüler (SuS): didaktische Ziele

Die SuS sollen befähigt werden, sich in einer digitalisierten Welt zurechtzufinden und digitale Werkzeuge produktiv für Lernen und Leben nutzen zu können.

Sie sollen dabei

  1. Datenspeicher in lokalen Netzwerken und Cloud-Speichern produktiv nutzen können
  2. digitale Kommunikationswerkzeuge gewinnbringend nutzen können
  3. gängige Programme sicher anwenden können
  4. digitale Medien kritisch hinterfragen können
  5. sich zu rechtlichen Inhalten wie Datenschutz, Urheberrecht, Internetsicherheit eine Meinung bilden können
  6. von in der Schule vorbildlich vorhandenen Rahmenstrukturen (Hard-, Software und Konzept) profitieren

Zur Erreichung dieser Ziele sollen Lehrkräfte digital handlungsfähig werden (II.) und die technischen Voraussetzungen für ein produktives Arbeiten möglich gemacht werden (IV.)

II. Die Lehrkräfte: digital handlungsfähig werden

Die Lehrkräfte sollen motiviert und gefördert werden, digitale Werkzeuge zu nutzen, digitale Kompetenzen weiter zu entwickeln und den SuS weiterzugeben. Hardware und Softwarewerkzeuge sollen effizientes Arbeiten ermöglichen.

  1. Interne Fortbildungen und Handreichungen
    1. Zwei Nachmittagsfortbildung am Anfang des Schuljahres für neue und interessierte Kolleginnen und Kollegen durch Multimediaberater: Pädagogische Nutzung des Schulnetzes und der digitalen Werkzeuge (Microsoft Teams, Moodle)
    2. Bebilderte Anleitungen für wichtige Nutzungsmöglichkeiten von Schulnetz / Teams für Lehrkräfte
    3. Regelmäßige Austauschrunden per Audio-/Videokonferenz zu Anwendungen digitaler Medien in entsprechendem Kanal des Kollegium-Teams bei Microsoft Teams.
    4. Ad-hoc Fortbildungen bei Bedarf
  2. Externe Fortbildungen : Lehrkräfte werden ermutigt, externe Fortbildungen im Medienbereich wahrzunehmen, insbesondere im Blick auf die Neugestaltung des Unterrichts im Rahmen der neuen Medienausstattung.
  3. Dienstliche E-Mail-Adressen: Die Schule stellt allen Lehrkräften dienstliche E-Mails nach dem Schema vorname.nachname@gsm-sha.de und kuerzel@gsm-sha.de als Alias zur Verfügung. Eine Liste der Lehrernamen und Kürzel ist auf der Homepage veröffentlicht. Jede Lehrkraft ruft diese E-Mailadresse regelmäßig ab und ist somit verbindlich darüber erreichbar.
  4. Curriculare Verankerung:Die im Bildungsplan im Rahmen der „Leitperspektive Medienbildung“ enthaltenen Inhalte werden für Lehrkräfte in Form einer Mindmap sichtbar gemacht. Darüber hinaus werden Methoden- und Medienkompetenzen durch ergänzende Medienangebote gefördert.
  5. Förderung des digitalen Austausches
    Fachschaftsräume und -tauschverzeichnisse auf „Microsoft Teams“, Moodle und dem Webportal zum einfachen Materialtausch und Informationsfluss sind verfügbar.
    Konferenz- und Austauschräume für das gesamte Kollegium stehen zur Verfügung. Lehrerteams einer Klassen und Arbeitsgruppen haben die Möglichkeit, sich eigene Gruppen anzulegen.
  6. Förderung der Mediennutzung im Unterricht (teils erst mit neuer Medienausstattung möglich)
    1. Bereitstellung einer einheitlichen, leistungsfähigen multimedialen Umgebung in allen Klassenzimmern (siehe IV. Technische Voraussetzungen)
    2. Austausch von Best-PractIIIice-Beispielen im Kollegium (siehe 1c)
  7. Schaffung motivierender Rahmenbedingungen
    Zuverlässige Hardware, moderne Software, innovative Onlinelösungen und Single-Sign-On bei möglichst vielen Diensten sorgen für wenig Reibungsverluste und hohe Motivation (siehe IV. Technische Voraussetzungen)

III. Digitalisierte Organisation und Verwaltung

Auch in Verwaltung und Organisation wollen wir Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, dadurch Abläufe für SuS und Lehrkräfte vereinfachen und gleichzeitig Medienkompetenz einüben.

  1. Online-Vertretungsplan: für Lehrkräfte und SuS in verschiedenen datenschutzkonformen Varianten im Web und in Mobilgeräte-Apps abrufbar.
  2. Raumbuchung der Computerräume und Buchung von Medienwägen über Moodle-Buchungsportal
  3. Online-Klassenarbeitsplan: Alle Klassenarbeiten werden zu Beginn des Jahres von den Lehrkräften in einen Online-MoodleIV. -Kalender eingetragen und sind so digital für die Schüler und Eltern abrufbar.
  4. Eigenständige digitale Noteneingabe durch Lehrkräfte und anschließender Import ins Verwaltungsnetz
  5. Digitale Kurswahl der SuS der Klassenstufe 10 an Computern des pädagogischen Netzes mit individueller Fehlerrückmeldung

IV. Technische Voraussetzungen

SuS und Lehrkräfte sollen an der Schule Rahmenbedingungen vIVorfinden, die produktives digitales Arbeiten zuverlässig, reibungslos und arm an Hürden ermöglich

1. Hardware

    1. Computerräume
      Zwei Computerräume stehen für Informatik-/ Medienunterricht nach Stundenplan zur Verfügung. Darüber hinaus können sie über eine Moodle-Buchungsplattform für anderen Unterricht reserviert werden.
    2. Schülerendgeräte
      1. Unterricht: Ca. 100 Notebooks verteilt auf Notebook-Wagen in verschiedenen Fachräumen stehen für die Arbeit im Unterricht bereit.
      2. Eigenarbeit: Schüler der Oberstufe können an acht Notebooks im Oberstufenarbeitsraum, Schüler der Unter- und Mittelstufe an 13 Thin-Client-Arbeitsplätzen im Schülerhaus selbstständig arbeiten. Die Thin-Clients sind über einen Terminalserver mit dem pädagogischen Netz des Gymnasiums verbunden.
    3. Medienausstattung: Im Moment sind alle Fach- und Kursräume mit Notebook + Beamer und teils Dokumentenkamera ausgestattet. Zusätzlich besitzen alle Klassenzimmer einen Netzwerkanschluss. Acht online buchbare Medienwägen stehen für die Nutzung in nicht medial ausgestatteten Klassenzimmern bereit. Im Zuge der Schulhaussanierung erhalten alle Klassenräume eine moderne einheitliche Medienausstattung.

2. Software / Online-Anwendungen

    1. SNV / Timago als Schulnetzlösung:
      1. Selbstheilendes System mit einfacher Imageverteilung
      2. Einfache Benutzerverwaltung
      3. Pädagogische Oberfläche mit didaktischen Funktionen
      4. Integration mobiler Endgeräte (BYOD)
      5. Zugriff auf Home- und Tauschlaufwerke des Schulnetzes von zu Hause über Webportal (Browser oder WebDAV), damit vollständige Umsetzung einer Schulcloud auf eigenem Schulserver
    2. Microsoft Teams als Werkzeug zu Zusammenarbeit
      1. Automatische Integration aller Lehrkräfte und SuS über Synchronisation mit lokaler Benutzerdatenbank
      2. Teams für Kollegium und Fachschaften
      3. Vorgegebene Namensschemata zur Einrichtung von Teams für Klassen und Kurse
      4. Bebilderte Anleitungen für Lehrkräfte und SuS für wichtige Arbeitsschritte (z.B. Login, Erstellen / Bearbeiten von Aufgaben, gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten, Einrichten / Teilnahme an Audio- und Videokonferenzen)
    3. Jugendschutzfilter und externe Firewall im pädagogischen Netz über das baden-württembergische Wissenschaftsnetz „Belwue“

3. Usability

      1. Single-Sign-On: Identische Zugangsdaten und Passwörter für das pädagogische Schulnetz, Moodle und Office 365 / Teams (siehe oben)
      2. Einheitliche Desktop-Oberfläche und Softwareinstallationen auf allen Rechnern im pädagogischen Schulnetz
      3. Kurze Anmeldezeiten an den Rechnern für geringen Zeitverlust

4. Qualifizierte Unterstützung und Administration

    1. Zwei qualifizierte Ansprechpartner aus dem Kollegium als First-Level-Support bei Fragen und technischen Problemen
    2. Second-Level-Support durch Fachfirma vor Ort, die gleichzeitig Hersteller der pädagogischen Softwarelösung ist. Umfassende Expertise zur eingesetzten Lösung ist daher vorhanden und eine reibungsarme Funktion sichergestellt.

V. Datenschutz / Datensicherheit

1. Kennwortrichtlinien für Lehrer und SuS fordern die Wahl eines sicheren Kennwortes für die schulischen Dienste ein.
2. Daten im pädagogischen Netz werden täglich in mit separaten Zugangsdaten geschütztem (Ransomware-sicheren) Backup gespeichert.
3. Die Software im pädagogischen Netz wird durch regelmäßige Updates auf dem aktuellen Sicherheitsstand gehalten. Das selbstheilende System vermindert die Gefahren durch Viren und Trojaner weiter.
4. Dienste wurden durch externen Dienstleister DSGVO-konform umgesetzt.